Karpaltunnelsyndrom, 20.05.2014

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS oder CTS) ist das häufigste Nervenkompressionssyndrom. Es wird durch eine Verengung im Handgelenksbereich, im sogenannten Karpaltunnel hervorgerufen. Dies führt zu einer Druckschädigung des Medianus Nerv. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer.

Die Nerveneinengung – und damit der auch der Schmerz – kann kurzfristig sein oder andauernd und chronisch werden. Gelegentlich strahlen diese Schmerzen dann auch in den gesamten Arm aus. Ein Taubheitsgefühl in den Fingerspitzen mit vermindertem Feingefühl, Schwierigkeiten beim Knöpfe zumachen, Schwäche beim Greifen, Fallenlassen von Gegenständen sind typische Beschwerden.

Die Ursachen und Beschwerden

Ein häufiger Auslöser sind Sehnenscheidenentzündungen. Durch den ständigen Druck auf den Nerv können sich Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger müde und schwer – etwas „bamstig", wie man so sagt, anfühlen. Gerade in der Nacht lässt einem der Nerv und typischerweise insbesondere die Schmerzen dann keine Ruhe. Aber nicht nur das: Bei längerer Druckschädigung baut sich die Daumenballenmuskulatur ab. In diesen Fällen können selbst wir nicht mehr helfen. Darum raten wir zu einem raschen Eingriff, denn je länger man wartet, desto schlechter stehen die Heilungschancen.

Seltenere Ursachen sind Verletzungsfolgen wie Blutergüsse. Häufiger hingegen kommt es zu Nerveneinengungen bei Stoffwechselerkrankungen wie Schilddrüsenproblemen oder Diabetes Mellitus. Auch nach einem Knochenbruch, Schwangerschaft, vermehrter körperlicher Arbeit, Nierenerkrankung kann es zu einer Verengung im Nervenkanal kommen.

Der Eingriff

Zur Sicherung der Diagnose wird immer eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) durchgeführt. Dann folgt der Eingriff. Es wird das zu enge beugeseitige Band durchtrennt und der Druck vom darunter liegenden Nerv genommen. Diese Operation kann unterschiedlich durchgeführt werden: Durch Hautschnitt und sogenannte offene Operation oder endoskopisch (Knopflochtechnik) und minimal invasiv.

Die Schmerzen sind nach der Operation meist sofort verschwunden, aber es kann einige Monate dauern, bis das Gefühl und die Kraft in die Daumenballen zurückkehrt. Wenn die Nerveneinengung und Druckschädigung sehr lange bestanden hat, kann es auch sein, dass eine vollständige Besserung nicht möglich ist. Darum sollte der Eingriff so früh als möglich und rechtzeitig durchgeführt werden.

Bei nachgewiesenem KTS raten wir unseren Patient:innen zur baldigen Operation, weil konservative Maßnahmen nur selten erfolgreich sind und auch keine dauerhafte Besserung bringen.

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